Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie stolz ich bin. „Stolz, wie Bolle!“ ist gar kein Ausdruck, vermutlich muss da was neues erfunden werden. Hammermäßig stolz bin ich, denn ich buk mein erstes schön aussehendes und vor allem megamäßig gut schmeckendes glutenfreies Brot mit eigener Mehlmischung. BÄM!
Nicht mit einer glutenfreien Mehlmischung eines namhaften Herstellers, sondern mit meiner eigenen Mischung und meinem Lieblingsmehl, dem Buchweizenmehl. Buchweizen ist von Natur aus glutenfrei und ich nutze es nur zu gerne für alles mögliche.
Buchweizen ist ein sogenanntes „Pseudogetreide“ und im Vergleich zu herkömmlichem Getreide voll mit besonders hochwertig zusammengesetztem Eiweiß mit lebenswichtigen Aminosäuren. Außerdem sind der Gehalt an Eisen, Kalium und B-Vitaminen durchaus mit denen des Weizens vergleichbar.
Da glutenfreiem Mehl jedoch das Gluten, also das Klebereiweiß fehlt, wird Backen zu einer wahnsinnig nervigen Angelegenheit und verwandelt die Küche schnell in ein Chemielabor. Hier muss abgewogen, hier experimentiert und dort ausprobiert werden, um dann festzustellen, dass dem zusammengefallenen Klumpen Beton aus dem Ofen ein klitzekleines bisschen die Softness fehlt. Oder Salz.
Backen ist nervig, denn es gibt keine Chance, die Backware während des Backens zu korrigieren, wie es mit nahezu jedem Gericht beim Kochen auf dem Herd der Fall wäre. Hier eine Prise dies, dort eine Prise das und drei Mal umrühren – fertig! Oder doch noch ein bisschen hiervon.
Sobald der Teig im Ofen ist, gelingt es oder eben nicht. Misslungen ist mir so einiges. Viele Male. Und tatsächlich hatte ich eine klitzekleine Träne im Auge, als ich ehrfürchtig in die erste Scheibe Brot biss… und sie schmeckte. Ich biss mir nicht die Zähne aus und es schmeckte auch nicht nach Gummi; es schmeckte super!
360g Buchweizenmehl
150g Braunhirsemehl
1/2 Tütchen Trockenhefe
2 TL Traubenkernmehl
1 TL Guarkernmehl
1 gestrichener TL Salz
warmes Wasser

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