Wie die Zeit vergeht! Mittlerweile ist Emma bereits 9 Monate alt (für diejenigen, die es ganz exakt wissen wollen: 40 Wochen und ein paar Tage oder genau 284 Tage). 40 Wochen – das ist genau so lange, wie ich sie in meinem Bauch hatte. Und die Vorstellung, dass dieses Foto hier einen Tag vor dem Einsetzen der Wehen gemacht wurde, ist einfach nur verrückt. Auch, dass diese Woche vor einem Jahr die Babyparty mit allen Freunden war, macht deutlich, wie schnell doch einfach die Zeit vergeht…
„Mach doch mal wieder ein Update zu Emma!„, habe ich in letzter Zeit so oft von euch gehört. Und da in letzter Zeit so unheimlich viel passiert und die kleine Madam sich so schnell entwickelt, wird es wirklich Zeit!
Von einem auf den anderen Tag wurde gekrabbelt. Lag sie vor dem Mittagsschlaf noch knatschig auf der Matte auf ihrem Bauch und war frustriert, weil die Beinchen und Ärmchen nicht so wollten, wie sie, hob sie nach dem Mittagsschlaf einfach den Po hoch und krabbelte los. Das alleine Sitzen klappte dann auch direkt. Mittlerweile hat sie ein anständiges Tempo drauf und erkundet die Wohnung. Ich habe ja schon oft gehört, dass Kinder manche Dinge von Jetzt auf Gleich können… aber so?!
So sehr, wie sie darauf aus ist, sich zu bewegen, die Welt auf eigene Faust zu erkunden und so schnell es geht davon zu eilen, genauso sehr liebt und braucht sie es, wieder zu Jakob und mir zurück zu kommen, zu kuscheln und sich in Sicherheit zu wissen. Mama und Papa – der sichere Hafen. Ein wundervolles Gefühl! Hoffentlich hört das niemals auf! NIEMALS!!!

Sie „stand“ ja schon mit wenigen Wochen. Drückte die Beine durch und wollte nicht auf dem Schoß sitzen, sondern stehen. Mit gerade 7 1/2 Monaten fing Emma dann an, sich alleine und selbstständig an allem hochzuziehen und zu stehen. Und mittlerweile fordert sie, gerne auch unter Protest, ein, dass sie mit unserer Hilfe laufen kann. Mutig, wie sie ist, lässt sie immer mal wieder los und testet, ob sie es nicht schon alleine kann… Und ist dann doch sehr frustriert, wenn es nicht so klappt, wie sie es gerne hätte. Ich entdecke manchmal sehr viel von mir in ihr. Vielleicht zuviel ;)
Die Zähne sind wohl endlich unterwegs. Zumindest würde das den aktuellen Gemütszustand bzw. die Gefühlsachterbahn der jungen Dame erklären. Zur Zeit hilft mir eine Bekannte und kümmert sich um Emma, damit ich ab und an in Ruhe arbeiten kann. Arbeiten, wenn das Baby schläft ist leider aktuell eher unmöglich, da hier kaum geschlafen wird. Diese vermaledeiten Zähne… Meine kleine zahnlose Omi hat aber schon früh herausgefunden, wie sie feste Lebensmittel auch ohne Zähne zermalmen kann und mümmelt mal an einem Stück Fleisch oder Gemüse, gerne auch Nudeln und Salzstangen herum. Salzstangen sind zur Zeit der große Hit und werden gerne in Brei, Suppe oder anderes getunkt :)
Spielen, Entdecken und alles selbst machen steht zur Zeit auf dem Programm. Ihr Wissensdurst und ihre Neugierde sind enorm, sie möchte herausgefordert werden und stets etwas neues lernen und entdecken. Aktuell sind wir dabei, uns für eine KiTa zu entscheiden und dann auch demnächst die Eingewöhnung zu starten (High Five für den Ausbau von sozialen Kompetenzen!). Ich bin mal gespannt, wer von uns beiden schneller mit der Eingewöhnung klar kommt…
Letzte Woche habe ich einen großen Karton zu klein gewordener Kleidung aussortiert und ein paar Tränchen vergossen… die Kleinen werden ja so schnell groß…
Tränchen habe ich auch vergossen, als sie bei der letzten Impfung laut „MAMA!“ rief und die Arme nach mir ausstreckte. Wunderschönes Gefühl, so genannt zu werden und gleichzeitig zerreisst es einem das Herz, wenn man in manchen Situationen nicht helfen, bzw. dem Kind nicht alles Leid und allen Kummer abnehmen kann. Wie zum Beispiel auch jetzt bei den Zähnen… Und es wird ja nicht wirklich leichter.
Wenn ich mich recht an meine Berufsausbildung erinnere, kenne ich mich mit Kindern ab etwa 2 Jahren aus… Ab wann fängt man denn so generell mit der Erziehung an? Können wir nicht einfach kuscheln, bis Babyfrost zwei Jahre alt ist?!
Mittlerweile haben Elvis und Emma ein gegenseitiges Interesse für einander entwickelt. Sie füttert ihn mit Lebensmitteln, die sie nicht mehr mag (oder halten kann…) und er beschützt sie und ihr Spielzeug vor dem bösen Staubsauger und anderen Haushaltsgeräten. Es ist goldig!
Rot, Gold und Durchsichtig – das sind die aktuellen Lieblingsfarben. Alles, was glänzt ist schön, muss betrachtet und berührt und gaaaaanz lange festgehalten werden. Faszinierend, wie stark sie an Objekten mit diesen Farben interessiert ist und sie für sich als wertvoll erachtet (ein durchsichtiges Deckelchen einer kleinen bestimmten Sprühflasche ist zur Zeit der ultimative Schatz). Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es doch herrlich schöne in Gold gefasste Diamantohrringe in roten Schächtelchen, nicht wahr?
Mama (also ich! Daran muss ich mich noch immer gewöhnen ;) ) ist zur Zeit diejenige, die die Lösung zu allen Problemen ist. Baby weint –> Bei Mama auf dem Arm ist alles wieder gut. Baby will nicht essen –> bei Mama funktionierts doch. Baby will nicht schlafen –> im Tragegurt bei Mama gehts ganz schnell in Richtung Traumland. Obwohl… Papas starke Arme sind doch noch ein bisschen bequemer.
Musik und selbstkomponierte Lieder ist das große Ding. Und ihr werdet vielleicht lachen, aber Lieder mit dem einen oder anderen „schmutzigen“ Wort (keine Sorge, tief in die dreckige Schublade greifen wir nicht!!) bringen sie jetzt schon zum Lachen. Ich habe da einen Song selbstgedichtet, der der ultimative Garant für ein Lächeln, trotz vieler Tränen ist und je nach Situation angepasst wird. Mittlerweile habe ich einige Tonaufnahmen auf dem iPhone mit absurden ausgedachten Liedern, die in den ulkigsten Situationen entstanden sind.
Klingt es albern, wenn ich sage, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es ist, ohne dieses kleine Terrorbambi zu sein?








10 Comments
Tina
21. August 2015 at 23:37Hi Frau Frost
Euer Sonnenschein ist echt groß geworden . . . Ihr erzieht die doch schon von Anfang an . . . Da gibts keinen Zeitpunkt ab wann . . . Meine Kids sind schon mitten in der Pubertät, wo Mama oldshool ist und eher uncool . . . Auf einmal wird man nicht mehr so wirklich gebraucht (nur noch dann wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Eltern ihr Kind wieder rausboxen) . . . Geniesst die Zeit . . . Sie werden viel zu schnell groß und gehen ihre eigenen Wege . . . LG
Jenny
22. August 2015 at 0:17Nein, es ist nicht albern und manchmal frage ich mich, was ich eigentlich den ganzen Tag so genacht habe, bevor mein Sohn auf der Welt war
Jenny
22. August 2015 at 0:21Nein, es ist nicht albern und manchmal frage ich mich, was ich eigentlich den ganzen Tag so genacht habe, bevor mein Sohn auf der Welt war
Miss Achtung
22. August 2015 at 0:27Wow, diese Bilder. Traumhaft schön.
Hoffentlich geht’s ihr bald mit den Zähnen besser. :(
Lany
22. August 2015 at 0:54hach, ich bin eigentlich gar kein fan von kindern. die beiträge über emma lese ich erstaunlicherweise aber jedes mal sehr, sehr gerne! und diese augen… awwww!
mary
5. Oktober 2015 at 21:39kein Wunder, weil die Mama ja so gut über sie schreibt! und tolle Momente der Entwicklung praezise und liebevoll beschreibt!
Laura
22. August 2015 at 8:11oh Anna danke für diesen Artikel!! Hier musste ich ein paar Tränchen vergießen. Unser Pirat ist gestern erst vier Wochen alt geworden und kommt mir jetzt schon viel viel größer vor. Auch als ich mir ein Murmelbauchbild vor ein paar tagen angeschaut hatte, wurde es ein bisschen sentimental.
Das kann ich mir schon fast nicht mehr vorstellen wie sch das angefühlt hat.
Aber wie froh sind wir, was Jonte für ein fabelhaftes Baby ist..
ich freue mich auf noch mehr von Euch
Jennifer Schrems
22. August 2015 at 8:13Nein, es klingt gar nicht albern, sondern wunderschön, liebe Anna. So anstrengend und verändernd all das für das eigene Leben ist, so bereichernd ist es eben auch. Und so glücklich machend und wundervoll. Mein kleiner Theo ist 1,5 Jahre und auch wenn ich meine eigenen kleinen Auszeiten LIEBE, geniesse ich es so sehr, intensiv Zeit mit ihm zu verbringen. Eine ganz ganz süße Tochter habt Ihr!!! Alles alles Liebe!!!
Ori
24. August 2015 at 9:02So ne süße Maus!!! Zum Impfen muss bei uns immer der Papa mit rein, ich bleibe auf dem Flur ^^ Ich heul nämlich immer mit ;)
mary
5. Oktober 2015 at 21:31albern würde es klingen, wenn Du gesagt haettest: „Aber eigentlich kann ich mir mein Leben auch ohne dieses kleine Terrorbambi vorstellen. War’s doch auch net so schlecht“ ;) das klinge dann grausam und furchterregend :““““