Eines muss ich direkt vorweg sagen: Es gibt nicht DIE eine ultimative Pflegeroutine für Tattoos und da jede Haut anders ist, jede Haut unterschiedlich empfindlich und empfänglich für Farbe ist, sowie jeder Tätowierer anders arbeitet und es auch unterschiedliche Techniken gibt, sind meine Empfehlungen hier nur auf meine eigenen Erfahrungen zurückzuführen.
Die aut an meinen Armen verhält sich zB.ganz anders, als andere Körperstellen. Meine Arme sind super empfindlich, werden schnell blau, die Haut schwillt an und gleichzeitig nehmen sie die Tattoofarbe nicht so leicht auf. Meine Tätowiererin Mac muss also liebevoll die Farbe in meine Haut reinhämmern, damit sie dort bleibt und ich nach der Session nicht aussehe, als wäre ich in eine Schlägerei geraten.
Ich habe mittlerweile mehrere Tattoos am Körper, die unterschiedlich alt sind und mit unterschiedlichen Techniken gestochen sind.
An meinen Fingern und an meiner Brust und im Dekoltee habe ich mir die Tattoos Handpoken lassen. Eine doch recht zeitintensive Prozedur, für mein Empfinden weniger schmerzhaft und ein bisschen meditativ.
Ältere Tattoos an meinen Handgelenken sind mit der Maschine gestochen – teilweise sehr schlecht, andere verblassen bereits. Aber: Das ist in meiner aktuellen Situation gar nicht so dramatisch, denn ich lasse mir gerade beide Arme komplett tätowieren und da sind ältere, verblasste Tattoos perfekt, damit sie gecovert werden können.
Mit der Zeit habe ich eine für mich gut funktionierende Methode gefunden, meine Tattoos direkt nach dem Stechen und auch langfristig zu pflegen. Derzeit bei mir auch akut, denn meine Arme sind noch Work in Progress :)
- Quasi unmittelbar nach dem Stechen bekommst du in den meisten Fällen von deinem Tätowierer eine Creme/Salbe auf dein frisch gestochenes Tattoo geschmiert. Oft noch eine Folie drum und du bist bereit, nach Hause zu fahren.
- Zuhause angekommen, nehme ich die Folie vorsichtig ab. Bei mir hat es in den meisten Fällen ordentlich gesuppt.
- Ich wasche die frisch gestochene Körperstelle ganz vorsichtig mit lauwarmen Wasser (nicht heiß!!) und einer antibakteriellen Seife. Ganz vorsichtig. Wascht alles ab, was sich angesammelt hat: Salbe, Blut, Wundwasser, etc… Ich lasse die Stelle entweder an der Luft trocknen oder tupfe sie vorsichtig mit Küchenkrepp ab. Nicht rubbeln! Halte die Stelle so sauber, wie möglich. Also kein bereits benutztes Handtuch verwenden!
- Anschließend klebe ich ein Suprasorb Pflaster auf die Stelle. Wichtig: Keine Salbe oder dergleichen aufs Tattoo. So kann das Tattoo in Ruhe vor sich hin suppen, ist vor äußeren Einflüssen geschützt und schmiert mir nicht die Kleidung voll. Suprasorb Pflaster haben eine halbdurchlässige Membran. Das aus der frisch tätowierten Haut austretende Wundwasser kann verdunsten. Die Feuchtigkeit kann also von innen nach außen austreten. Jedoch nicht von außen eindringen. Duschen ist zb möglich.
- Wenn die Haut anschwillt (und das tut sie bei mir immer), hilft eine Kühlpack oder Ibuprofen. Eventuelle blaue Flecken und Rötungen verschwinden nach und nach. Nur Geduld! Es sieht oft ganz übel aus und als ob euch euer Tätowierer auf der Schlachtbank bearbeitet hätte, oder man sieht eurer Haut gar nichts an – aber wie gesagt: Jede Haut ist anders und reagiert anders.
- Ich lasse die Folie etwa 2-3 Tage auf der Stelle. Nicht länger, denn dann geht bei mir die Pflege mit Salben und Cremes speziell für Tattoos los. Es kann auch sein, dass ich die Folie zwischendurch einmal auswechseln muss, da die tätowierte Stelle so viel suppt, dass es unter dem Folienpflaster schwimmt. Nach dem Entfernen wasche ich die Stelle erneut mit lauwarmem Wasser und Seife. Getrocknetes Wundsekret, ausgetretene Farbe, etc sollte vorsichtig runtergewaschen werden.
- Spätestens an Tag 3 starte ich mit dem Eincremen. Hier habe ich schon einige Salben ausprobiert und bin doch immer wieder zur

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