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Wenn es etwas gibt, was ich (neben Kartoffeln) beinahe ausschließlich essen könnte, dann ist das Pasta. Nudeln in allen Formen und besonders gerne Ravioli. Die selbst zu machen ist absolut nicht schwer, bedarf nur ein wenig Zeit. Und wenn letztere knapp ist, dass kommt es schon einmal vor, dass man zuletzt vor etwas mehr als ein einhalb Jahren Ravioli selbst geknetet, gefüllt und gekocht hat (guckt mal hier, hier, hier, hier und hier). Das war etwa 3 Wochen vor Emmas Geburt und war ein wundervoller Abend mit ganz lieben Freunden und ich nutzte ihn, um noch einmal Zeit mit ihnen zu verbringen, bevor sich eventuell alles ändern würde… Aber mal ehrlich: Um zu Kochen braucht es nicht immer einen großartigen Anlass – aber das predige ich ja beinahe jede Woche :D Amen!
Um selbst Ravioli zu machen braucht man nicht viel Schnick-Schnack, kann man sich aber zulegen, wenn man möchte. Ich habe ein paar Schnick-Schnack Dinge, aber auch nur, weil ich so superfancy bin ;) Das Raviloibrett zum Beispiel nutze ich nicht wirklich… Sieht aber professionell aus, wenn man es sich auf die Arbeitsfläche legt.
Ein Raviolibrett sieht chic und wichtig aus, aber es klappt auch sehr gut ohne. Was ihr in jedem Fall braucht, ist ein Nudelholz, um den Teig gleichmäßig auszurollen und ein Messer, um die Ravioli zu trennen. Dafür haben fancy Housewifes ein Raviolirad oder sogar einen Ravioliausstecher in rund oder quadratisch. Für so richtig Faule gibts diese Dinger hier. Vielleicht habt ihr auch eine Pastamaschine, denn so könnt ihr euren Teig gleichmäßig ausrollen.
Zutaten für den Ravioliteig:
300 Gramm Mehl
2 Eier
1 Esslöffel gutes Olivenöl
etwas Salz
Für den Teig das Mehl mit Eiern, Öl und 1 gestrichenen TL Salz verkneten. Evtl. etwas Wasser hinzufügen, sollte der Teig zu trocken sein (allerdings sollte er nicht klebrig sein). Den Teig mit einem Tuch bedecken und 30 Minuten ruhen lassen.

Zutaten für den Rotebeete Ravioliteig:
2 große Rotebeete Knollen
2-3 Teelöffel gutes Olivenöl
2 Eier
400 Gramm Mehl
1 Teelöffel Salz

Ofen auf 200°C vorheizen. Rote Beete Knollen in Alufolie einwickeln und für etwa 1 Stunde im Ofen rösten (wenn ihr es eilig habt: nur so lange im Ofen garen, bis sie weich sind). Rote Beete abkühlen lassen, schälen und in den Mixer geben oder mit dem Pürierstab zu Mus verarbeiten. Das Rotebeetemus mit den Eiern, Mehl und Salz vermengen und gut verkneten. Mehr Mehl hinzugeben, sollte der Teig zu klebrig sein. Teig mit einem Tuch bedecken und für 30 Minuten ruhen lassen.

Zutaten für Ravioli Füllungen:
Ich bin ein großer Fan von Spinat-Ricotta Füllungen, daher gibt es hier mein liebstes Rezept:


Ziegenkäse-Walnuss Füllung
300 Gramm Ziegenfrischkäse
60 Gramm geriebenen Parmesan
1 -2 Esslöffel Schnittlauch
1-2 Esslöffel gehackte Walnüsse
1 Ei
Salz & Pfeffer
Kürbis-Ricotta Füllung
250 Gramm Ricotta
160 Gramm Kürbis (z.B. Butternut)
60 Gramm geriebenen Parmesan
1 Ei
Salz & Pfeffer
Kürbis klein schneiden, schälen und entweder in Salzwasser gar kochen (10-12 Min.) oder im Ofen rösten (Rösten gibt ein stärkeres Aroma!). Kürbis abkühlen lassen, im Mixer pürieren und mit Ricotta, dem Ei, Parmesan und Salz & Pfeffer vermengen.






Saucen für Ravioli
Walnussbutter
50 Gramm Butter
2 Esslöffel Walnussöl
50 Gramm Walnusskerne
2 Zweige glatte Petersilie
50 Gramm durchwachsener Speck
Den Speck in der Butter anbraten. Walnussöl, sowie gehackte Walnusskerne dazugeben und die Ravioli darin schwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der gehackten Petersilie bestreuen.
Salbeibutter
80 Gramm Butter
ein paar Zweige frischer Salbei
Kurz zusammen in der Pfanne anbraten, gekochte Ravioli darin schwenken.
(Schmeckt auch hervorrangend und richtig frisch mit frischer Minze, statt Salbei.)

Vodka Sauce ala Frost
60 Gramm Butter
1 mittlere rote Zwiebel, gewürfelt
1-3 Knoblauchzehen (nach Geschmack und Laune), klein gehackt
300 Milliliter Vodka
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Oregano
1 Teelöffel Thymian
2 Dosen gestückelte Tomaten
eine Prise Chilliflocken
150 Milliliter Schlagsahne
frischer Basilikum zur Deko
Mozzarella und / oder Parmesan

In einem Topf die Butter zerlassen, darin die Zwiebel glasig werden lassen, Knoblauch dazu. Vodka hinzugießen und um etwa die Hälfte reduzieren. Das dauet vermutlich 7 Minuten. Nun die Tomaten mit ihrer Sauce hinzugießen, genauso wie alle Gewürze. Deckel auf den Topf und für etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Mit einem Mixer die Sauce fein pürieren (seid vorsichtig dabei!) und die Schlagsahne, sowie den frischen Basilikum unterrühren. Nochmal kurz auf dem Herd aufköcheln lassen.
Die Ravioli auf kleine, gebutterte Auflaufformen (oder eine große) aufteilen und die Vodkasauce drüber gießen und mit Parmesan (oder Mozzarella oder beidem) bestreuen. Für 8-10 Minuten in den vorgeheizten Ofen garen. Die restliche Sauce kann man prima einfrieren und mit anderen Nudeln essen. Ansonsten einfach die Zutatenmenge halbieren!
Guten Appetit!

Ravioli mit Ziegenkäse-Minze Füllung und Salbeibutter

Rootebeeteravioli mit Spinat-Ricotta Füllung, überbacken mit Vodkasauce





12 Comments
Sarah
18. April 2016 at 16:26Danke für die Rezeptidee! Mal sehen, ob ich mich da auch mal rantraue..nach etwas Arbeitsaufwand hört es sich ja schon an..Aber Wow! Zusammen mit den Saucen hört es sich einfach traumhaft an und sieht ja sooooo yummy aus!
Anna Frost
18. April 2016 at 17:28klaro ist das Aufwand. aber es ist einfach umzusetzen und es lohnt sich auf jeden Fall!
Beauty Butterflies
18. April 2016 at 16:42SABBER!!! Ich will jezt sofort Ravioli – die sehen aber auch verdammt geil aus!
Valentina
18. April 2016 at 21:37Womit spätestens jetzt feststeht, dass aus der Packung Nudelmehl in meinem Küchenschrank definitiv Ravioli werden und keinen langweiligen Tagliatelle. Deine rote Beete-Variante klingt einfach zu gut!
Sara
20. April 2016 at 7:25Sieht Hammer aus, wird auf jeden Fall nachgekocht.
Claudia
20. April 2016 at 8:45Habe dein Rezept gestern direkt ausprobiert. So lecker!!! Vielen Dank!
Aber wie bitte bekommst du deinen Teig so dünn ausgerollt? Der sieht so perfekt aus auf deinen Bildern.
Hast du hierfür ein Gadget :)
Anna Frost
21. April 2016 at 12:56nein, einfach nur mit dem nudelholz gaaaaaanz flach gerollt!
Melanie
21. April 2016 at 10:52Da läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen. Dann wissen wir was auf meiner „Demnächst-machen“-Liste dazu gekommen ist :D
Wir haben erst vor kurzem eine Nudelmaschine von Oma bekommen. Und ich liebe es so sehr! Die Nudeln schmecken einfach so gut! Und dann noch eine tolle Soße dazu. Uff, na toll, jetzt hab ich richtig viel Lust auf selbstgemachte Nudeln.
Rieke
8. Mai 2016 at 20:49Hallo liebe Anna,
ich habe heute für meine Mama deine Ravioli gekocht. Es gab die Rote Bete Ravioli mit Ziegenkäse-Walnuss-Füllung und der Vodkasauce. Es hat einfach super geschmeckt!!!! Aber halleluja, es war echt viel Aufwand – ich habe aber auch das erste Mal überhaupt Nudelteig gemacht. Auf jeden Fall super Rezepte!
Liebe Grüße
Rieke
Resi
17. Mai 2016 at 12:44Hallo Anna.
Ich habe mich gestern an die Rotebeete-Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung ran getraut. Dazu gabs die total leckere Vodkatomatensauce. Die werde ich ziemlich sicher wieder machen :D
Ich muss sagen, die Ravioliherstellung hätte ich mir doch leichter vorgestellt. Ich und mein Freund probierten 2,5h Stunden rum, der Teig war erst zu klebrig..nach Tonnen von Mehl konnte man ihn wenigstens vernünftig ausrollen, dann war die Füllung wegen des TK-Spinats wohl zu flüssig und die Ravioli hielten trotz Eigelb nicht zusammen. Am Schluss hatten wir riesige „Ravioli“ die aussahen wie halb zermatschte Pelmeni. Aber geschmeckt haben sie :)
Also trotz des ganzen Schlamassels vielen Dank für die Rezepte. Ich bin gespannt ob ich mich nach einer Weile nochmal ran traue. Respekt für so viel Kochkunst :D
Anna Frost
17. Mai 2016 at 16:44oha!! trotz des stresses klingt das aber doch nach einem abendfüllenden programm, was euch beide zusammen schön beschäftigt hat :D
Pro Tipp: wenn ihr TK Spinat verwendet – IMMER nach dem Auftauen auswringen! Da sammelt sich unheimlich viel Wasser an, wie du schon festgestellt hast.
Habt ihr die mit Eigelb zusammengeklebten Teigplatten auch noch einmal mit einer Gabel festgedrückt? Das hilft manchmal noch doppelt.
Außerdem platzen sie schneller auf, wenn sie a) zu lange im Wasser sind oder b) zuviel Füllung in den Ravioli ist.
Ich wünsche euch viel Erfolg beim nächsten Mal <3
Resi
18. Mai 2016 at 11:03Ja voll beschäftigt waren wir auf jeden Fall :D
Hast Recht, ausgewrungen haben wir den Spinat nicht, das war wahrscheinlich der größte Fehler. Und wahrscheinlich haben wir auch zu viel Masse auf die einzelnen Raviolistücke getan :’D Ne Gabel haben wir benutzt, aber es half wegen dem Spinat-Ricotta-See nicht so wirklich …
Haha…trotzdem eine lustige Erfahrung. Danke